Warum es ein GEHT NICHT braucht

Eine Verhandlung beinhaltet immer zwei gegensätzliche Elemente: Zum Einen gibt es immer etwas Verbindendes zwischen den Parteien – das ist der Grund, weshalb die Parteien an den Tisch kommen. Zum Anderen gibt es immer auch etwas Trennendes – das ist der Grund, weshalb aus diesem Tisch dann ein Verhandlungstisch wird. Gäbe es also kein GEHT NICHT, dann hätten wir keine Verhandlungssituation.

Woher das GEHT NICHT kommt

Wir dürfen davon ausgehen, dass die meisten Menschen in Verhandlungen sehr gute Gründe haben, weshalb sie sich so verhalten, wie sie sich eben verhalten resp. weshalb sie ein GEHT NICHT vorbringen. Meist versucht die entsprechende Partei mit dem GEHT NICHT ihre eigenen Werte und/oder Interessen zu schützen.

Wie wir dem GEHT NICHT begegnen ist entscheidend

Wir bestimmen, mit welcher Einstellung wir dem GEHT NICHT begegnen wollen. Wenn wir auf einen wertschätzenden Umgang mit dem Gegenüber ausgerichtet sind, haben wir schon sehr viel erreicht. Denn nur so werden wir den Einwand respektieren können und wird sich die Gegenseite wirklich öffnen und uns aufzeigen wollen, wo der Schuh drückt. Und dies öffnet wiederum den Weg, damit auch unsere Interessen gehört und respektiert werden können.

Wie wir das GEHT NICHT überwinden können

Auf dieser Basis können wir nun beginnen zielgerichtet darüber nachzudenken, welche Lösung die Interessen beider Seiten auf eine elegante Art und Weise befriedigen könnte. Allerdings lauert hier oft noch eine andere Gefahr: Wir begnügen uns mit der ersten Lösung, die für beide zu funktionieren scheint. Dabei gäbe es evtl. noch mehr, das für beide einen Mehrwert darstellen würde. Fragen Sie sich und Ihr Gegenüber, bevor Sie zu einer schnellen Lösung JA sagen, ob Sie sich nicht doch noch Zeit nehmen möchten für einen kreativen Prozess, damit das in einer Verhandlungssituation schlummernde Potential möglichst ausgeschöpft werden kann. Es ist immer wieder erstaunlich, was noch alles möglich wird, wenn man Kreativität wirklich zulässt.

Fazit

Der Ausspruch «Wo ein Wille ist, ist auch ein GEHT NICHT» hat seine Berechtigung, denn Interessenkonflikte gehören zu unserem Leben. Sie sind das Salz in der Suppe. Die Frage ist, mit welcher Haltung wir uns darauf einlassen und ob wir die notwendigen Tools im entscheidenden Moment einsetzen und den Einwand damit in eine konstruktive Richtung wenden können. Wenn uns das gelingt und wir so in den kreativen Modus schalten und uns – gemeinsam mit unserem Verhandlungspartner – eine elegante Lösung ausdenken können, kann Verhandeln plötzlich auch viel Spass machen. Und für Erfolg sorgen.